Forschungsmarkt


Recht und Nachhaltigkeit: Drei Forschungsprojekte

Elisabeth Bürgi Bonanomi, Joëlle de Sépibus, Judith Wehrli & Kateryna Holzer,
World Trade Institute & Centre for Development and Environment

Projektbeschrieb als PDF

Damit eine nachhaltige Entwicklung weltweit geschehen kann, braucht es günstige rechtliche Rahmenbedingungen. Nachhaltigkeit im Recht bedeutet deshalb, dass Regulierungen geschaffen werden, die optimale Lösungen in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Belange erlauben und fördern. Das setzt voraus, dass die verschiedenen Interessen in den Rechtssetzungsprozess eingebracht und gegeneinander abgewogen werden. Dabei müssen die Interessenskonflikte transparent gemacht werden. Ist das Gesetz oder Abkommen in Kraft, muss es auch nachträglich auf seine Wirkungen hin geprüft werden. In den drei vorgestellten Projekten soll untersucht werden, inwiefern Nachhaltigkeitsaspekte bei der Schaffung eines globalen Rechtsrahmens in den Bereichen Klima, Abfall und ‚Land Grabbing‘ Berücksichtigung finden, und wo allfällige Lücken bestehen.

Klima: Die Finanzierung des Klimaschutzes bildet einen wichtigen Teil der internationalen Verhandlungen zur Bekämpfung des Klimawandels. Das Ziel dieses Projektes ist es unter anderem, Kriterien zu bestimmen, wie die Industrieländer ihr langfristiges Finanzierungs-Engagement von 100 Milliarden Dollar bis 2020 unter der Klimarahmenkonvention erfüllen können. Aus einer handelsrechtlichen Perspektive untersucht das Projekt auf der einen Seite die möglichen Konflikte zwischen handelsbezogenen klimapolitischen Massnahmen und WTO-Recht, auf der anderen Seite die Bedingungen für ein effektives Nebeneinander von Klimawandel und Handelsregimen.

Abfall: Das Projekt Abfall, mit speziellem Fokus auf Plastikabfällen im Meer, geht der Frage nach, wie rechtliche Massnahmen auf nationaler, regionaler und globaler Ebene dazu beitragen können, weiteren Ansammlungen von Abfällen – insbesondere ausserhalb der staatlichen Gebiete und Gewässer – vorzubeugen. Bei der Untersuchung möglicher Massnahmen spielen Nachhaltigkeitsaspekte eine zentrale Rolle.

Land Grabbing: Beim inter- und transdisziplinären Projekt ‚Land Grabbing‘ des NFP 68 geht es darum, die positiven und negativen Auswirkungen von grossen Landpachten in Entwicklungsländern aufzuzeigen. Dieses Wissen erlaubt, die Verantwortung des ‚home states‘ wie auch des ‚host states‘ aufzuzeigen und Regulierun-gen vorzuschlagen, die nachhaltiges Investment in Land fördern.
 



World Trade Institute Bern (WTI): http://www.wti.org
Centre for Development and Environment (CDE): http://www.cde.unibe.ch

 

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